Zahnarzt in Karlstadt

Parodontitis oder Parodontose: Wir schützen wir Ihre Gesundheit

Zahnfleischbluten, dauerhafter Mundgeruch oder Zähne, die optisch länger wirken. Sie kennen das? Dann wird es Zeit, dass wir uns sehen. 

Diese Symptome sind erste Anzeichen einer Parodontitis. Regelmäßige Vorsorge ist der beste Schutz. Deshalb empfehlen wir die Prophylaxe in Ihrer Zahnarztpraxis Scherg.

Die chronische Entzündung des Zahnhalteapparates beginnt oft symptomlos. Sie entwickelt sich schleichend über Jahre, mit einem hohen Risiken für Ihre Gesundheit.

Im Falle einer Parodontitis sind schnelles Handeln und die richtige Behandlung wichtig. Fragen Sie uns, Ihre Zahnarztpraxis in Karlstadt.

„Entzündungen und Bakterien aus dem Zahnfleisch können ungehindert in den Blutkreislauf gelangen. Das kann das Herz, die Lunge und andere Organe negativ beeinflussen. Es ist klar belegt, dass Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Problemen die Zahnerkrankungen in gleichem Maße behandeln müssen. Wir sind überzeugt: Wenn Entzündungsherde im Mund beseitigt werden, verbessert sich die allgemeine Gesundheit und die Lebensqualität entscheidend.“

Dr. Stefan Scherg, Zahnarzt und Parodontitis-Experte in Karlstadt

Wir behandeln nicht nur die Zähne, sondern den ganzen Menschen.

Wir erklären Ihnen jeden Schritt verständlich und auf Augenhöhe.

Überzeugen Sie sich und sprechen Sie mit uns über die Parodontitis und Ihre Gesundheit.

Parodontose oder Parodontitis?
Was Sie wissen müssen

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Medizinisch korrekt ist die Bezeichnung Parodontitis (eine bakterielle Entzündung). Parodontose ist der veraltete Begriff für das gleiche Krankheitsbild. Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates, ausgelöst durch Bakterien. Sie verläuft oft schleichend und über Jahre schmerzfrei, weshalb sie tückisch ist. Unbehandelt führt sie zu Zahnverlust und belastet den gesamten Organismus.

Was sind typische Parodontitis-Symptome und wann sollten Sie handeln?

Gesundes Zahnfleisch blutet nicht. Bemerken Sie Rötungen, Schwellungen oder Mundgeruch, ist eine Kontrolle ratsam. Je früher wir die Anzeichen einer Parodontitis (oder auch Parodontose) erkennen, desto schonender ist die Therapie. Die Parodontitis kann für Sie (und das ist sie in den meisten Fällen) symptomlos sein.

Nehmen Sie regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wahr, bei denen wir die entsprechenden Früherkennungstests durchführen.

Unser Ziel: Patienten früh genug auf Risikofaktoren hinzuweisen und diese entsprechend zu reduzieren. Dies umfasst eine ideale häusliche Mundhygiene, eine angepasste Ernährung und vor allem die regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (PZR).

Eine Parodontitis beginnt oft leise. Achten Sie daher auf folgende Signale Ihres Körpers:

Mögliche Anzeichen einer Parodontitis:

  • Zahnfleischbluten: Tritt häufig beim Zähneputzen oder beim Abbeißen von fester Nahrung (z. B. einem Apfel) auf.
  • Zahnfleischrückgang: Die Zähne wirken länger, da die Zahnhälse freiliegen und oft schmerzempfindlich reagieren.
  • Mundgeruch: Ein anhaltender, unangenehmer Geschmack oder Geruch im Mund, der trotz gründlicher Mundhygiene bestehen bleibt.
  • Zahnlockerung: Zähne können ihre Position verändern, es können Lücken entstehen oder sie beginnen zu wackeln.

Parodontitis erklärt: Ursachen und Risiken für den Körper

Eine Parodontitis ist weit mehr als ein Zahnproblem. Sie ist eine offene, entzündete Wunde im Mund, durch die Bakterien in Ihre Blutbahn gelangen. Dies versetzt Ihr Immunsystem in einen dauerhaften Alarmzustand.

Viele Patienten sind überrascht, dass wir in unserer Praxis in Karlstadt immer nach dem allgemeinen Wohlbefinden fragen. Der Grund ist einfach: Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass eine chronische Entzündung im Mundraum die allgemeine Gesundheit stark beeinflusst.

Wir unterscheiden zwei Risikobereiche:

Die direkten Auslöser einer Parodontitis (Ursachen)

Die wesentlichen Ursachen einer Parodontitis sind bakterielle Beläge. Diese Plaque lagert sich über längere Zeit an den Zähnen ab und stört das gesunde Gleichgewicht im Mund. Weitere Faktoren beschleunigen diesen Prozess massiv. Hier einige Beispiele:

  • Rauchen: Nikotin verengt die Blutgefäße. Das Tückische: Das Zahnfleisch blutet oft nicht, obwohl es entzündet ist. Die Abwehr gegen Bakterien wird geschwächt.
  • Stress: Dauerstress schwächt die Abwehrkräfte und verstärkt entzündliche Prozesse.
  • Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung und fehlende Nährstoffe schwächen die Mundflora und das Immunsystem.

Die Gefahren einer Parodontitis für den ganzen Körper 

Wenn die Entzündung chronisch wird, bleibt sie nicht lokal begrenzt. Die Belastung des Immunsystems erhöht das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen:

  • Herz und Kreislauf: Bakterien aus den Zahnfleischtaschen können in die Blutbahn wandern. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ist bei Parodontitis-Patienten signifikant erhöht.
  • Diabetes (die gefährliche Wechselwirkung): Hier besteht eine enge Verbindung. Ein schlecht eingestellter Blutzucker fördert Entzündungen im Mund. Umgekehrt gilt: Durch die andauernden Entzündungen einer Parodontitis lässt sich der Blutzucker kaum noch optimal einstellen – ein Teufelskreis.
  • Rheuma: Auch rheumatische Erkrankungen werden durch die ständigen Entzündungen begünstigt.
  • Schwangerschaft: Wir raten Schwangeren dringend zur Vorsorge. Parodontitis steht im Verdacht, ein Risikofaktor für Frühgeburten mit niedrigem Geburtsgewicht zu sein.

Neben den genannten Risiken beschreibt die Wissenschaft auch Zusammenhänge mit:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Lungenentzündungen
  • Demenz
  • Impotenz.

Deshalb ist einer unserer medizinischen Leitsätze: Wir behandeln die Parodontitis immer mit Blick auf Ihre gesamte Gesundheit. Bei Bedarf stimmen wir uns daher eng mit Ihrer Hausarztpraxis oder den behandelnden Spezialisten ab.

Parodontitis­behandlung in der Zahnarztpraxis Scherg: Ablauf und Dauer

Die Parodontitisbehandlung bei uns in Karlstadt ist wissenschaftlich aktuell und strukturiert. Die Dauer richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem individuellen Verlauf der Behandlung.

Die Therapie der Parodontitis (PA) teilt sich in mehrere Phasen auf. Der notwendigen Vorbehandlung folgen ein bis zwei Haupttermine. Danach beginnt die lebenslange Nachsorge, die unterstützende Parodontitistherapie (UPT).

1. Diagnose- und Planungsphase

​Die Behandlung beginnt mit einer umfassenden Diagnostik, die Folgendes beinhaltet:

  • Messung der Zahnfleischtaschen
  • Anfertigung von Röntgenbildern
  • Einschätzung individueller Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Diabetes)
  • Aufklärungs- und Therapiegespräch
  • Besprechung der Befunde
  • Erstellung eines individuellen Behandlungsplans
  • Optionale Testung: Bestimmung des individuellen Risikos durch Ermittlung der PA-spezifischen Bakterien mittels Bakterientests

2. Initial- / Hygienephase

Die Ziele in dieser Phase: Zahnfleischentzündung reduzieren und Patienten zur selbstständigen, effektiven Reinigung befähigen.

Zur Behandlung gehören:

  • Motivation und Instruktion: Den Patienten motivieren und effektive Mundhygiene für zu Hause vermitteln.
  • Professionelle Reinigung: Entfernung von weichen und harten Belägen (Zahnstein) oberhalb und unterhalb des Zahnfleischrands.

3. Ursachenbezogene Therapie

Die geschlossene Parodontitistherapie umfasst eine sorgfältige Reinigung der Zahnfleischtaschen sowie der Wurzeloberflächen. Die sogenannte Full-Mouth-Desinfection (FMD) verhindert eine sofortige Reinfektion. Die (FMD) findet in einem engen Zeitrahmen statt.

Je nach Befund können zusätzliche Behandlungsstrategien erforderlich sein, wie:

  • lokale antibakterielle Anwendungen
  • systemische Antibiotika-Gabe

4. Korrektive / chirurgische Phase, je nach Befund

Sind nach der Heilungsphase weiterhin tiefe Zahnfleischtaschen oder Knochendefekte vorhanden? Jetzt können chirurgische Eingriffe notwendig werden.

  • Ziel dieser Maßnahmen: Resttaschen beseitigen und verloren gegangenes Gewebe wiederherstellen.

5. Erhaltungsphase / unterstützende Parodontitistherapie (UPT)

Jetzt sind regelmäßige Nachsorgetermine (meist 3–4 Mal jährlich) im individuell festgelegten Intervall essenziell für den Langzeiterfolg.

Die Behandlung umfasst typischerweise:

  • Kontrolle des Kieferknochens und des Zahnfleischs
  • Professionelle Biofilmentfernung (PZR)
  • Erneute Messung der Taschentiefen
  • Gezielte Nachreinigung bei Bedarf an einzelnen Stellen

6. GTR: Halt und Erholung für Zähne und Gewebe.

In bestimmten Fällen fördern wir die Regeneration von geschädigtem Gewebe. Wir nennen das: gesteuerte Geweberegeneration (Guided Tissue Regeneration / GTR).

  • Vorbereitung: Unter lokaler Betäubung reinigen wir die entzündeten Bereiche und den vorhandenen Knochendefekt gründlich.
  • Auffüllung und Schutz: Gegebenenfalls füllen wir Knochenersatzmaterial in den Defekt und decken diesen mit einer feinen Membran ab.
  • Regeneration: Diese Membran dient als „Schutzdach“. Sie gibt dem Körper die nötige Zeit für die Bildung von neuem Knochen und Bindegewebsfasern.

Das Ziel: Die Behandlung soll den Zahn wieder fester im Kieferknochen verankern. So reduzieren wir das Risiko eines späteren Zahnverlusts deutlich. Sie ist kein Ersatz für eine sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxetermine.

Was kostet die Parodontitis­behandlung in Karlstadt? 

Die Kosten für die sogenannte Basisdiagnostik einer Parodontitis werden in Deutschland in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen getragen (außer Bakterientest). Diese grundlegende Untersuchung ist somit für alle Patienten zugänglich.

Die anschließende Basistherapie umfasst die notwendigen diagnostischen Schritte, die gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen sowie die Entfernung der bakteriellen Beläge, welche die Entzündung verursachen. Diese ist nicht Bestandteil der GKV; abhängig von der Anzahl der Zähne können unterschiedliche Kosten entstehen.

Um Ihnen maximale Transparenz zu gewährleisten, erhalten Sie von uns vor der Behandlung einen detaillierten Kostenplan – ohne versteckte Kosten oder Kleingedrucktes.

Fragen zur Parodontitis und ihrer Behandlung 

Was ist Parodontitis?

Parodontitis ist eine bakterielle, chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die unbehandelt zum Abbau von Kieferknochen und schließlich zu Zahnverlust führt.

Wie entsteht Parodontitis?

Sie entsteht durch Plaque (Bakterienbeläge). Wenn diese nicht entfernt werden, wandern Bakterien unter das Zahnfleisch, bilden Taschen und lösen eine Entzündungsreaktion des Immunsystems aus.

Was tun bei einer Parodontitis?

Suchen Sie sofort einen Zahnarzt auf. Eine einfache Zahnreinigung reicht bei tiefen Taschen nicht mehr aus. Es ist eine systematische Parodontitistherapie notwendig, um die Bakterienlast in der Tiefe zu entfernen.

Ist Parodontitis heilbar?

Nein, als chronische Erkrankung ist sie nicht vollständig heilbar (ähnlich wie Diabetes), aber sie ist sehr gut behandelbar und kann kontrolliert werden. Mit guter Mitarbeit und regelmäßiger Nachsorge können Sie Ihre Zähne ein Leben lang behalten.

Parodontitis und Schmerzen – was ist normal?

Im Anfangsstadium ist die Krankheit oft fast schmerzlos. Schmerzen treten meist erst bei akuten Entzündungen (Abszessen) oder im weit fortgeschrittenen Stadium auf. Warten Sie daher nicht auf Schmerzen, sondern achten Sie auf die ersten Anzeichen wie Zahnfleischbluten und Mundgeruch.

Haben Sie Fragen zur Parodontologie in Karlstadt?

Steht bei Ihnen eine Parodontitis­behandlung an und Sie suchen eine Praxis für Ihre Therapie?

Wir sind für Sie da.

Informieren Sie sich hier zu wichtigen Themen der Parodontitis­behandlung und der Prophylaxe